Prot. Kirche Mehlingen

Bis 1794 verlief zwischen den Orten Neukirchen und Mehlingen die Grenze zwischen Kurpfalz und der Grafschaft Wartenberg. Sie wurden im Jahre 1934 zur Gemeinde Neukirchen-Mehlingen vereinigt. Im kirchlichen Bereich blieb die Teilung bis zum Neubau der Kirche nahe der alten Grenze im Jahr 1933.

Von der Reformation bis zum 30jährigen Krieg gab es in Neukirchen eine reformierte Pfarrei mit einer mittelalterlichen Kirche, die im Krieg zerstört wurde und heute gänzlich verschwunden ist. Nach dem 30jährigen Krieg gehörten die Reformierten von Neukirchen zur Pfarrei Alsenborn, die Mehlinger zur Kirche in Rohrbach. 1721 entstand die Pfarrei in Sembach, zu der Mehlingen eingepfarrt war.

Nach dem Bau der lutherischen Kirche in Sembach waren die Lutheraner von den drei Gemeinden Neukirchen, Mehlingen und Baalborn dort eingepfarrt.

Nach der Pfälzischen Kirchenunion im Jahre 1818 gingen die Evangelischen von Neukirchen zur Kirche nach Alsenborn, die Mehlinger nach Sembach. Erst im Jahre 1898 reifte der Entschluss zum Bau einer eigenen Kirche im Ort.

Der ins Leben gerufene Kirchenbauverein Neukirchen-Mehlingen musste allerdings lange warten, bis dieses Ziel erreicht war. Nach fleissigem Sammeln von Spenden und mit Unterstützung des Gustav-Adolf-Werkes wurde der Plan Wirklichkeit. Im Jahre 1932 wurde nach Plänen des Frankenthaler Architekten Larouette der Bau begonnen und 1933 fertiggestellt.

Die Kirche wurde am 15. Oktober 1933 eingeweiht aber weiterhin bis um Jahre 1954 von den Pfarrern von Alsenborn und Sembach bedient. Mit der Einrichtung der Protestantischen Kirchengemeinde Mehlingen wurde Mehlingen Filialort von Enkenbach. Erst seit dem 01.01.1994 ist in Mehlingen eine eigene Pfarrstelle.

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