"Masterplan 100% Klimaschutz" geht in die nächste Runde!

Das vom Bundesministerium für Naturschutz, Bau, Reaktionssicherheit geförderte Projekt „Masterplan 100% Klimaschutz“ ging am 14.08.2016 offiziell in die zweite Runde. Der Fokus in der ersten Förderphase lag auf den Leuchtturmprojekten Virtuelles Kraftwerk, Energieeffizienz im Gebäudebestand, Nahwärmenetze, BHKW-Contracting und Elektromobilität. In den vergangenen vier Jahren wurden dank des Engagements der Politik zahlreiche Projekte und Maßnahmen initiiert und umgesetzt. Neben der Umrüstung des kommunalen Fuhrparks hin zu Elektrofahrzeugen und dem Einsatz eines elektrisch betriebenen Carsharing-Fahrzeugs für die Verwaltung, dem Ausbau des Wärmenetzes und der  Sanierung kommunaler Liegenschaften spielte  auch die Errichtung von Energie- und Effizienzanlagen wie einem BHKW zur Eigenstromversorgung des Biomasseheizkraftwerks eine zentrale Rolle.

Um weitere Potenziale vor Ort zu identifizieren und darauf aufbauend Handlungsstrategien zu entwickeln, wurden von verschiedenen Instituten Machbarkeitsstudien erstellt, die durch das Klimaschutzmanagement begleitet wurden. Inhalte der Machbarkeitsstudien waren Themen wie BHKW-Contracting, Elektrochemische Speicherung sowie E-Carsharing.  „Durch die Machbarkeitsstudien liegen uns detaillierte Potenzialanalysen und Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen zu verschiedenen komplexen Sachverhalten vor. Mit den Handlungsempfehlungen rücken wir der Realisierung innovativer Projekte einen großen Schritt näher“, erklärt Jürgen Wenzel, Ortsbürgermeister der Ortsgemeinde Enkenbach-Alsenborn.

Neben der Begleitung der Machbarkeitsstudien und der Projektumsetzung fand auch eine breite Öffentlichkeitsarbeit statt. Klimaschutzmanagerin Lisa Rothe organisierte verschiedene Informationsveranstaltungen zu Themen wie Photovoltaik und Energieeinsparung und informierte in Presse und Gremien, aber auch auf Fachmessen und Veranstaltungen über die Projektfortschritte. Zudem initiierte sie  mit Kooperationspartnern Veranstaltungen in Schulen, wie z.B. die Kinderklimaschutzkonferenz und eine Energiewerkstatt mit Kinderklimaschutz-Theater. Auch fanden regelmäßig Exkursionen für nationale und internationale Delegationen in die erneuerbare Energielandschaft der Ortsgemeinde statt. Kunstprojekte mit Bezug zum Thema Klimaschutz, wie die Gestaltung  von Hussen für Stromkästen oder der Bau eines  „Müllefanten“ (ein besonderer Dank geht hier an die Kunstwerkstatt Olma aus Enkenbach-Alsenborn und die jungen Künstler), der auf der Alsenborner Kerwe präsentiert wurde, rundeten die Aktivitäten im Bereich Öffentlichkeitsarbeit ab.

Für das langjährige Engagement wurde Enkenbach-Alsenborn mehrfach ausgezeichnet. Neben der Würdigung als Energie-Kommune des Monats und als KlimaStadtWerk des Monats wurde der Ortsgemeinde zudem der Green Public Procurement Award für nachhaltige Beschaffung verliehen.

In der zweijährigen Anschlussförderung spielt nun neben der weiteren Umsetzung und Verstetigung der Leuchtturmprojekte auch die Vernetzung mit anderen Kommunen sowie die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger eine zentrale Rolle.

Was genau in der Anschlussförderung geplant ist, können Sie hier nachlesen!