Alsenborn ist in der Umgebung als "Heimat der Seiltänzer" bekannt, scherzhaft werden die Einwohner auch heute noch "Bajasse" genannt. Die Artistengeschichte des Ortes hat ihren Ursprung in den Krisen des 19. Jahrhunderts. Auswege aus Verarmung und Hunger, Alternativen zur Auswanderung waren gefragt. Initiiert von Familie Schramm entwickelte sich hier eine besondere Art des Wandergewerbes. Als Musikanten, Marionettenspieler und Akrobaten zogen einige Alsenborner im Sommer umher und lebten im Winter vom eingespielten Geld. Die Artistengruppe erweitere sich schnell und hatte in der typischen Form der wandernden Familienunternehmen bis zum Zweiten Weltkrieg Bestand. Danach waren die Alsenborner vor allem noch in der Varietéwelt bekannt. Die "Glanzzeit" zwischen 1870 und dem Ersten Weltkrieg sah viele bekannte Künstlerfamilien wie Bügler, Traber, Althoff oder Rosenberg in Alsenborn, die der Ortsgeschichte ihr besonderes Kolorit gaben.

Die Ausstellung ist nach Epochen gegliedert und führt von der Gegenwart zurück in die Vergangenheit. Nur wenige Requisiten, Gegenstände des alltäglichen Bedarfs und sonstige Objekte überstanden das Wanderleben. Die Ausstellung konzentriert sich deshalb auf Bilder der Alsenborner Artisten.

Öffnungszeiten: Täglich von 09.00 bis 18.00 Uhr

Bajasseum
Rosenhofstraße 87
67677 Enkenbach-Alsenborn, Ortsteil Alsenborn

Weitere Informationen und Schriften erhalten Sie bei der Verbandsgemeindeverwaltung Enkenbach-Alsenborn, Hauptstraße 18, 67677 Enkenbach-Alsenborn, Tel.: 06303 / 913-168.

Buchempfehlung: "Artisten in Alsenborn" von Gisela Grasmück, ISBN 3-926052-14-7